Stadt, 2011 – 2014
Die Stadt Frankfurt wollte den GrünGürtel durch grüne Strahlen und Speichen besser miteinander verknüpfen. Denn in der europäischen Stadt bedeutet Urbanisierung heute, die Stadtentwicklung vom Grünraum her zu denken. Stadtentwicklung in Zeiten von Klima- und demographischem Wandel erfordert deshalb Fußläufigkeit, Reduktion von Autoverkehr und Entwicklung von klimatisch und psychologisch »kühlenden« Grünräumen.

Im Auftrag des Frankfurter Umweltamts wurde eine Speichenplanung erstellt, die anlässlich des 20. Jubiläums des GrünGürtels am 16.11.2011 im Römer der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, um die weitere Entwicklung des GrünGürtel und dessen Anbindung nach außen an die Region und nach innen an die Stadt zu verdeutlichen.

Vor dem Hintergrund von Klimawandel und neuen Lebensstilen definiert sich Qualität von Stadt mehr und mehr über die Freiraumqualität. Nicht die gebauten Volumina, sondern das Grün bestimmt die Lebensqualität in der Stadt. Der GrünGürtel kann Ausgangspunkt für eine Stadtentwicklung Frankfurts sein, die auf Klimawandel reagiert und bestehende und zukünftige Freiräume dabei als wichtigste Ressource begreift. Symbolisch für die Vernetzung von GrünGürtel und Stadt und Region stand anfangs ein abstraktes und nicht raumbezogenes Piktogramm. In der Tradition städtebaulicher Figurationen und in Anlehnung an historische Frankfurter Konzepte wurde so eine diagrammatische Figur entworfen – die Figur der Speichen und Strahlen. Strahlen nach Außen, Speichen nach Innen.

Ziel war es, die „avantgardistischsten“ und visionärsten Pläne und Planungen der Ämter in einer gesamtstädtischen Planvision zusammenzuführen. Dies solle die Motivationen der einzelnen Ämter bündeln, da vereinzelte Planungsvohaben geringere Realisierungschancen haben als Projekte, die sich zu einem „starken Bild“ vereinen.

Zugehörige Projekte

Stadt

Grünes Frankfurt

Grünraum ist die Zukunft der Stadtentwicklung ist.

Anläßlich des 20 jährigen Bestehens des Frankfurter GrünGürtels wurde Friedrich vom Borries vom Umweltamt der Stadt Frankfurt beauftragt, ein neues Leitbild zu erarbeiten. In diesem Leitbild stellte er nicht den idealisierten, sondern den realen GrünGürtel in den Mittelpunkt, und eröffnete so neue Perspektiven für die Verknüpfung dieses Grünraumes mit der gebauten Stadt.

Stadt

Kantenatlas GrünGürtel

Analyse der Ränder des Frankfurter GrünGürtels nach ökologischen, sozialen und ästhetischen Kriterien.

Im Auftrag der Stadt Frankfurt am Main erstellte das Projektbüro Friedrich von Borries ein »Gutachten über die Kanten und Übergänge« zwischen GrünGürtel und Kernstadt. Dieses Gutachten diente der Vertiefung der Leitbildebene »Akzentuieren« aus dem neuen GrünGürtel Leitbild 2030. Die Kante beschreibt die Linie zwischen GrünGürtel und der Siedlungsfläche, an der sich die Nutzung und Struktur ändert.

Stadt

Leitbild GrünGürtel

Der Grünraum ist die Zukunft der Stadt. Neues Leitbild für den Frankfurter GrünGürtels.

Im Auftrag der Stadt Frankfurt entwickelte das Projektbüro Friedrich von Borries ein neues Leitbild für den Frankfurter GrünGürtel. Es führt Bewährtes weiter und versucht, mit neuen Projekten und Maßnahmen den Erfolg des Projektes in die Zukunft fortzusetzen. Der GrünGürtel soll auch weiterhin Maßstäbe für grüne Lebensqualität in der Großstadt setzt. Denn der Grünraum ist die Zukunft der Stadt.

Veranstaltung

Ästhetik und Strategie für die Stadtlandschaft

Neue Wege für die Stadtlandschaft. Ein diskursive Annäherung an die Potentiale des Frankfurter GrünGürtels.

Neue Wege für die Stadtlandschaft. Neue Wege für die Stadtlandschaft. Ein diskursive Annäherung an die Potentiale des Frankfurter GrünGürtels.

Recherche

Bestandsaufnahme GrünGürtel

7 Tage und Nächte zelten im Frankfurter GrünGürtel, um die räumlichen Qualitäten hautnah untersuchen zu können.

7 Tage und Nächte schlug das Projektbüro seine Zelte im Frankfurter GrünGürtel auf, um die schönen und hässlichen Seiten hautnah untersuchen zu können. Das Resultat: 105km Fußweg, 220km Fahrradstrecke, ca. 4500 Fotos, 4 Stunden Videomaterial, 50 Artefakte (darunter Schallplatten, Spritzen, Kondome, Sonnenbrillen, Regenschirme etc.). Zusätzlich wurden mit ca. 60 Nutzern Interviews geführt.